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Gründung

Verschmelzung des Bündner Revierförsterverbandes mit dem Bündner Forstverein

Protokoll zur Gründungsversammlung „Graubünden Wald“

Klosters, 23. April 2004

Wahl des Tagespräsidenten

Edi Taverna, Präsident des BFV eröffnet vor 75 Mitgliedern des BFV und BRFV die Gründungsversammlung und schlägt Peter Janutin, Revierförster, als Tagespräsidenten vor.

Dem Vorschlag wird einstimmig entsprochen.

Peter Janutin eröffnet offiziell die Gründungsversammlung.

Wahl der Stimmenzähler

Matthias Cadruvi und Christian Barandun werden einstimmig gewählt.

Genehmigung der Statuten

Die Statuten wurden bereits vorgängig im BündnerWald 1/2003 publiziert. Stellungnahmen gingen bereits im 2003 ein, jedoch nur mit redaktionellem Charakter. Für die Genehmigung wurden die Statuten an der Gründungsversammlung nochmals verteilt.

Diskutiert wurden:

Artikel 2: Peder Spinatsch plädiert für den Begriff Forst und den Namen Forstverein. Er weist auf den geschichtlichen Hintergrund des Namens hin, v.a. aber auch auf die angloamerikanische Bezeichnung „forestry“. Auf die Namengebung wird in Traktandum 4 eingegangen. Für die Diskussion wird der Arbeitstitel „Waldverein“ beibehalten.

Artikel 3: Frage Jachen Müller zur Interpretation der „Wahrung forstlicher Berufsinteressen“.

Antwort: Die Formulierung ist im allgemeinen Kontext zu verstehen, d.h. eine Öffnung des Vereins gegenüber allen am Wald Interessierten wird gewahrt und gefördert.

Artikel 5: Frage Jakob Mani zum Status bestehender Freimitglieder.

Antwort: Bereits bestehende und gewählte Freimitglieder behalten ihren Mitgliederstatus auch im neuen Verein. Die GV stellt sich einstimmig dahinter.

Da die bestehenden Freimitglieder gesamthaft und einmalig im neuen Verein anerkannt werden, wird diese Bestimmung hier im Protokoll zur Gründungsversammlung festgehalten. Die Statuten werden mit dem Passus „Mitgliedsjahre beim Bündner Forstverein oder beim Bündner Revierförsterverband werden angerechnet“ erweitert.

Artikel 16: Begriffs-Änderung im zweiten Abschnitt zur Zusammensetzung des Vorstandes. Anstatt .... ein Gemeindevertreter .... wird auf Antrag der Arbeitsgruppe neu der Begriff „ein Vertreter einer politischen Behörde“ verwendet.

Artikel 18: Anfrage Felix Wyss, ob Passage „e“ mit der Aufgabenübernahme eines Beisitzers im Falle des Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes überflüssig ist, da die Aufgaben innerhalb des Vorstandes verteilt werden. Auf Antrag P. Spinatsch wird Passage „e“ gestrichen.

Artikel 18: Alois Zarn vertritt die Auffassung, dass die Aufgaben der Vorstandsmitglieder in ein Pflichtenheft gehören. Daniel Bürgi weist darauf hin, dass die beschriebenen Aufgaben ein Minimum darstellen und innerhalb des jeweiligen Vorstandes noch erweitert werden, deshalb in den Statuten zu belassen sind.

Der Antrag von Alois Zarn, die Aufgaben in einem Pfichtenheft zu verfassen, wird mit grosser Mehrheit abgelehnt.

Antrag P. Spinatsch, die Statuten aufgrund der verschiedenen Änderungen nochmals in Ruhe durchzusehen. Gegenstimmen meinen, dass genug Zeit bestand (seit 1/2003) sich zu äussern. Zudem müssen Statuten an der Gründungsversammlung beschlossen werden. Der Antrag wird zurückgezogen.

Auf Antrag der Arbeitsgruppe werden die Statuten mit den oben erwähnten Ergänzungen und Korrekturen ohne Gegenstimme, bei einzelnen Enthaltungen, genehmigt.

Name des Vereins

Edi Taverna stellt den Vorschlag der Arbeitskommission mit den Begriffen „Wald“ und „Forst“ vor. Es sind dies Forstverein Graubünden und Waldverein Graubünden.

Verschiedene Wortmeldungen und Vorschläge gehen ein:

P. Spinatsch fordert die Beibehaltung des Begriffes „Forst“ wie dies an der BFV-GV 2003 bestimmt wurde. Der Tagespräsident weist darauf hin, dass der Beschluss der BFV-GV nur empfehlenden Charakter hat, da der Beschluss nicht von den Vertretern des BRFV mitgetragen werden muss.

Giachem Bott plädiert für den Vereinsnamen mit dem Begriff „Wald“, ein Begriff mit dem Signal nach aussen, dass eine gebündelte neue Kraft zugunsten des Waldes entsteht.

Christian Malär schlägt den Namen Graubünden Wald vor, in Anlehnung an den Markennamen „graubünden“ und dessen Logo.

Jakob Mani wirbt für einen romanischen Vereinsnamen. Dabei soll nicht der im Arbeitstitel festgehaltene Begriff “forestala” enthalten sein, sondern synonym zum deutschen Begriff “Wald”, namentlich “gôt”. Vorgeschlagen wird der Vereinsname Gôt grischun.

Aufgrund der ausschweifenden Diskussion um die Begriffe Forst und Wald, sowohl in deutscher wie auch in romanischer Sprache schlägt Maurus Frei den Namen Wald und Forst Graubünden vor.

Leo Thomann schlägt vor zuerst den deutschen Namen zu bestimmen und danach sich auf die Übersetzungen zu einigen.

Zur Abstimmung gelangen 5 Varianten und erhalten folgende Stimmen:

  • Variante 1: Waldverein Graubünden, 9 Stimmen
  • Variante 2: Forstverein Graubünden, 10 Stimmen
  • Variante 3: Graubünden WALD, 46 Stimmen
  • Variante 4: Gôt grischun, 2 Stimmen
  • Variante 5: Wald und Forst Graubünden 2 Stimmen

Der neue Verein heisst nach absolutem Mehr im ersten Wahlgang:

Graubünden WALD

In Anlehnung an die Marke “graubünden” könnte der Vereinsnamen wie unten dargestellt, gestaltet werden! Die Nutzung der Marke Graubünden muss noch abgeklärt werden.

Wahl des Vorstandes und der Rechnungsrevisoren

Als Präsident einstimmig gewählt wird:

Edi Taverna, Regionalforstingenieur, Tiefencastel. Edi Taverna bedankt sich für die Wahl und freut sich im Sinne der Weiterführung auf die neue Aufgabe.

Weiter werden für den Vorstand vorgeschlagen und mit grossem Applaus gewählt:

  • Cathomas Sep, Nationalrat, Trun
  • Bott Giachem, Regionalforstingenieur, Zuoz
  • Bürgi Daniel, Revierförster, Flerden
  • Conrad Hanspeter, Förster, Thusis
  • Costa Romano, Forstingenieur, Chur
  • Kessler Andreas, Revierförster, Davos

Rechnungsrevisoren:

Christoph Schaffer und Peter Janutin, sowie Jakob Mani als Stellvertreter mit grossem Applaus gewählt. (Bem.: J. Mani wird aufgrund seines Hinweises in Traktandum 9 „Varia“, dass die Stellvertreter-Wahl vergessen wurde, von der Versammlung ebenfalls mit grossem Applaus gewählt.)

Tagespräsident Peter Janutin übergibt dem neu gewählten Präsidenten von „graubündenWALD“ Edi Taverna das Tagesgeschäft.

Festsetzung der Mitgliederbeiträge

Vorgeschlagen wird, die Beiträge, wie sie im BFV festgelegt waren, beizubehalten. D.h. Fr. 50.- für Einzelmitglieder und Fr. 60.- für Firmenmitglieder.

Der Vorschlag wird einstimmig angenommen.

Tagungsort 2005

Vorgeschlagen wird das Misox mit Tagung in San Bernardino und am zweiten Tag u.a. mit einem Besuch der Kastanien - Selven.

Luca Plozza, Regionalforstingenieur in Roveredo, freut sich über den Besuch und heisst den neuen Verein für das 2005 im Misox willkommen.

Für das 2006 ist im Rahmen der Verabschiedung von BFV-Vorstandsmitglied Daniel Buchli, Safien vorgesehen.

Tätigkeitsprogramm 2004/2005

Hinweis auf Fachtagung „Wasserableitung; Lehren aus den Unwettern vom November 2002 vom 14. Mai in Ilanz

Aufbau und Organisation des neuen Vereins aufgrund der Beschlüsse der Gründungsversammlung

Varia

Jakob Mani, Donath, weist auf die fehlende Wahl eines Rechnungsrevisor-Stellvertreters hin. Wie in bereits unter Traktandum 5 erwähnt wird mit grossem Applaus Jakob Mani gewählt.

Andi Weber, Versam äussert den Wunsch den neuen Verein medienwirksam zu kommunizieren. Edi Taverna weist auf die bereits orientierten Tageszeitungen Südostschweiz und Bündner Tagblatt, sowie das Klosterser Lokalblatt hin.

Für das Protokoll: Romano Costa

Chur, 24.04.04